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Wirtschaftskrise in Deutschland: Die Krise der Verantwortung

Deutschland braucht Führung: Mut zu echten Reformen

Deutschland steht am wirtschaftlichen Scheideweg. Während die Herausforderungen wachsen, scheint die politische Führung in einem endlosen Kreislauf aus Ankündigungen und Rückziehern gefangen zu sein. Die aktuelle Wirtschaftskrise in Deutschland ist nicht nur eine Frage von Zahlen und Bilanzen – sie ist vor allem eine Krise der Verantwortung. Ein Kommentar zur aktuellen Lage.

Geht es nur mir so? Wir hatten eine Zeit VOR der Wahl, in der die immensen Probleme unseres Landes schonungslos auf der Politik- und Medienbühne angesprochen wurden.

Es verging kein Tag, keine Sendung, in der von Politikerseite nicht betont wurde, wie dringend jetzt umfangreiche Reformen stattfinden müssten.

Nun, nach der Wahl sind die Botschaften andere. Fast jeden Monat werden neue, zukünftige Reformvorhaben angekündigt, dann wieder zurückgestellt. Um in der nächsten Woche wieder einen neuen Reformherbst anzukündigen.

Wer in diesem Stile Politik betreibt, zeigt keine Verantwortung, zeigt keine Führung, sondern Vermeidungsverhalten und Schwäche.

Unsere Wirtschaft erlebt seit 2020 ein Horrorjahr nach dem anderen. Kein anderes Industrieland ist derzeit wirtschaftlich derart angeschlagen wie Deutschland.

Der ehemalige jahrzehntelange Exportweltmeister strauchelt, taumelt von einer Katastrophenmeldung zur nächsten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Insolvenzen in den Medien verkündigt werden, zudem findet ein massiver Arbeitsplatzabbau in den Kernindustriebereichen unserer Wirtschaft statt.

Mit verheerenden Wirkungen wie der Verlagerung ganzer Industriezweige ins Ausland, mit verunsicherten und ängstlichen Beschäftigten vor drohender Arbeitslosigkeit, dem niedrigsten Stand ausländischer Investitionen sowie eines nicht messbaren Imageverlustes im Allgemeinen.

Unser Ruf in der Welt ist stark ramponiert und beschädigt – kein gutes Fundament, um wieder an Attraktion zu gewinnen.

Was uns über Jahrzehnte erfolgreich gemacht hat – und leider viel zu selbstsicher – überholt uns jetzt in anderen Regionen der Welt.

Wir arbeiten seit Jahren immer weniger, unsere Produktivität sinkt kontinuierlich, unsere Arbeitskosten sind viel zu hoch, unsere deutsche Bürokratie die Blockade schlechthin. Wir haben es „verlernt“, gewollt und mit Willen, erfolgreich zu sein.

Die Agenda 2010, initiiert und durchgesetzt von dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, war eine dieser wenigen, aber tiefgreifenden Reformen, die der Bundesrepublik in den Folgejahren eine erfolgreiche Entwicklung bescherte.

Der damalige Wille, das erste mal grundlegend eines unser zentralen Sozialsystems umzubauen, brachte in den Folgejahren eine Wirtschaftswende, eine satte Beschäftigungssteigerung, eine solide Finanzierung unserer Sozialsysteme und stabile Wachstumsraten mit sich. Jede Steuerschätzung des Bundes brach neue Rekordeinnahmen.

Doch anstatt hier die Zeit zu nutzen, die diese monetären Quellen boten, um weitere Reformen einzuleiten und das Land zukunftsfähig zu machen, wurden wir träge und bequem. Man gewöhnte sich an den „Geldsegen“, man blieb im hier und jetzt und man versäumte es – auch, weil es erste Widerstände gab – das Land weiter zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen.

Verantwortung sieht anders aus.

Wer für ein Land mit dieser wirtschaftlichen Stärke Verantwortung trägt, der muss den Eid, der er als verantwortlicher Politiker leistet, ernst nehmen. Tut er es nicht – wie wir es seit Jahren leider beobachten müssen – führt diese Haltung eine ganze Nation an den kollektiven Abgrund. Genau dies geschieht in einer immer größeren Geschwindigkeit, die die beobachtende Bevölkerung verzweifeln lässt.

Wer, wenn nicht die gewählten Volksvertreter, Abgeordneten, Ratsmitglieder, Bürgermeister, Landräte etc. Müsste spätestens jetzt, Verantwortung und Führung zeigen und übernehmen.

Das Gegenteil ist der Fall; wir erleben tägliche, entlarvende Ausreden, Verschleierungstaktiken, Verharmlosungen, Beschwichtigungen.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, der braucht Entscheidungsstärke.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, der muss seinen Worten unbedingt Taten folgen lassen.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, der wird seine Person nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern hoch professionell und leidenschaftlich seinen Job machen.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, der kündigt nicht an, der setzt um.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, weiß, dass nicht jede und jeder Zustimmung zu Entscheidungen schenkt.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, überzeugt mit Glaubwürdigkeit, dem dann Vertrauen folgen kann.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, der bleibt seinen Überzeugungen treu, auch dann, wenn es schwierig wird.

  • Wer sein Land und seine Bürger führen möchte, inszeniert sich nicht selbst, oder passt sich ständig an oder wird ideologisch, er gibt Orientierung, Verlässlichkeit und hat Haltung.

Ein Land verliert seine Zukunft nicht zuerst wirtschaftlich, es verliert die Zukunft, wenn Vertrauen und Verantwortung verloren gehen!

Und genau das ist unsere Diagnose.

Wie bewerten Sie die aktuelle Wirtschaftskrise in Deutschland und das Handeln der Politik? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit.

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